Ein Fassadenanstrich hält nicht unbegrenzt. Sonne, Regen, Frost, Temperaturschwankungen und Verschmutzungen setzen der Außenfläche eines Hauses im Laufe der Jahre zu.
Doch wie oft muss eine Hausfassade tatsächlich gestrichen werden?
Eine feste Zahl lässt sich dafür nicht nennen. Wie lange ein Fassadenanstrich hält, hängt vom Gebäude, vom Untergrund, von der verwendeten Farbe und vor allem von der Witterungsbelastung ab.
Wer seine Fassade regelmäßig kontrolliert, kann häufig rechtzeitig reagieren und aufwendige Sanierungsarbeiten vermeiden.
Wie lange hält ein Fassadenanstrich?
Als grobe Orientierung kann man bei einem fachgerecht ausgeführten Fassadenanstrich von mehreren Jahren ausgehen. In der Praxis können die tatsächlichen Intervalle jedoch deutlich voneinander abweichen.
Eine sonnige, stark bewitterte Fassade kann früher erneuerungsbedürftig sein als eine geschützte Hausseite.
Auch die Qualität der vorherigen Arbeiten spielt eine wichtige Rolle. Ein hochwertiger Anstrich auf einem fachgerecht vorbereiteten und intakten Untergrund ist wesentlich langlebiger als ein schneller Überstrich auf einer ungeeigneten oder bereits geschädigten Oberfläche.
Deshalb sollte man nicht ausschließlich nach Kalender entscheiden.
Diese Anzeichen zeigen, dass ein neuer Anstrich sinnvoll sein kann
Nicht das Alter der Farbe allein entscheidet darüber, wann eine Fassade erneut gestrichen werden sollte.
Achten Sie insbesondere auf folgende Veränderungen:
Die Farbe ist deutlich verblasst
Sonnenlicht und Witterung können die ursprüngliche Farbwirkung im Laufe der Jahre verändern. Besonders an stark sonnenexponierten Fassaden ist dieser Effekt sichtbar.
Eine verblasste Farbe ist zunächst vor allem ein optisches Problem. Sie kann aber ein guter Anlass sein, den allgemeinen Zustand der Beschichtung und des Putzes überprüfen zu lassen.
Die Oberfläche kreidet
Wenn sich beim Darüberstreichen mit der Hand feiner Farbstaub ablöst, kann dies auf eine gealterte Beschichtung hinweisen.
In diesem Fall sollte der Untergrund vor einem neuen Anstrich entsprechend beurteilt und vorbereitet werden.
Der Anstrich blättert ab
Abblätternde Farbe sollte nicht einfach überstrichen werden.
Lose Beschichtungen müssen entfernt und die Ursache für die Ablösung geklärt werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass auch der neue Anstrich nicht dauerhaft haftet.
Die Fassade wird fleckig oder bekommt Algenbewuchs
Grüne, schwarze oder dunkle Stellen können durch Algen, Pilze, Moos oder andere Verschmutzungen entstehen.
Eine Reinigung kann das Erscheinungsbild häufig deutlich verbessern. Gleichzeitig sollte geprüft werden, ob die Beschichtung oder der Putz bereits stärker beeinträchtigt ist.
Erste Risse werden sichtbar
Risse sollten immer genauer betrachtet werden.
Kleine oberflächliche Risse können andere Ursachen und Folgen haben als größere oder wiederkehrende Rissbildungen. Deshalb ist es sinnvoll, bei auffälligen Rissen nicht einfach Farbe aufzutragen, sondern zunächst den Untergrund beurteilen zu lassen.
Was passiert, wenn man zu lange mit dem neuen Anstrich wartet?
Ein gealterter Anstrich ist nicht automatisch ein Schaden.
Problematisch wird es, wenn neben der optischen Alterung bereits Beschädigungen des Untergrunds auftreten.
Werden Risse, Abplatzungen oder Feuchteeinwirkungen über längere Zeit ignoriert, kann sich der Sanierungsaufwand erhöhen.
Ein rechtzeitiger Anstrich kann deshalb nicht nur der Optik dienen. Er ist Bestandteil der regelmäßigen Instandhaltung der Gebäudehülle.
Wichtig ist allerdings auch hier: Ein Anstrich darf vorhandene Schäden nicht einfach verdecken.
Was sollte vor dem neuen Anstrich geprüft werden?
Bevor eine neue Farbe aufgetragen wird, sollte die Fassade gründlich betrachtet werden.
Dazu gehören beispielsweise:
- Untergrund prüfen
Ist der vorhandene Putz tragfähig? - Schäden erkennen
Gibt es Risse, Abplatzungen oder lose Stellen? - Verschmutzungen entfernen
Sind Algen, Moos oder andere Ablagerungen vorhanden? - Alte Beschichtung beurteilen
Ist die vorhandene Farbe noch tragfähig? - Schadstellen bearbeiten
Beschädigte Bereiche müssen fachgerecht instand gesetzt werden. - Geeignetes Beschichtungssystem auswählen
Die neue Fassadenfarbe muss zum vorhandenen Untergrund passen.
Erst danach sollte der eigentliche Anstrich erfolgen.
Kann man eine Fassade selbst streichen?
Grundsätzlich können Hausbesitzer viele Arbeiten selbst durchführen. Bei einer Fassade ist die Vorbereitung jedoch mindestens genauso wichtig wie das eigentliche Streichen.
Gerade bei älteren Gebäuden ist häufig nicht auf den ersten Blick erkennbar, ob der Putz noch ausreichend tragfähig ist oder ob bestimmte Schäden zunächst bearbeitet werden müssen.
Hinzu kommen Arbeiten in Höhe, die ein geeignetes Gerüst und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen erfordern. Wer unsicher ist, sollte deshalb vor Beginn der Arbeiten den Zustand der Fassade fachlich beurteilen lassen.
Fazit: Nicht nach Jahren entscheiden, sondern nach Zustand
Wie oft eine Hausfassade gestrichen werden sollte, lässt sich nicht mit einer einzigen Jahreszahl beantworten.
Ein Fassadenanstrich kann mehrere Jahre halten. Entscheidend sind jedoch die Belastung des Gebäudes, der Zustand des Untergrunds, die Qualität der Vorarbeiten und das verwendete Beschichtungssystem.
Wer seine Fassade regelmäßig kontrolliert und bei ersten Anzeichen von Alterung oder Schäden reagiert, kann den richtigen Zeitpunkt besser einschätzen.
Und noch wichtiger: Ein neuer Anstrich sollte immer auf einem geeigneten, tragfähigen Untergrund erfolgen. Wenn Putz, Risse oder Feuchtigkeit bereits Probleme bereiten, muss zunächst die Ursache geklärt werden.
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Als Malerfachbetrieb aus Wölfersheim sind wir im Wetteraukreis und unter anderem in Friedberg, Bad Nauheim, Reichelsheim, Florstadt, Echzell und Münzenberg tätig.
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